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Heilpraktiker werden – Wie wird man Heilpraktiker?

Heilpraktiker werden – Wie wird man Heilpraktiker?

Heilpraktiker beschäftigen sich mit der ursprünglichsten und natürlichsten Form der Medizin – der Naturmedizin. Sie beginnt da, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt. Mit alternativen Methoden, die seit Jahrtausenden bewährt und überliefert sind, soll das natürliche Gleichgewicht des menschlichen Körpers wieder hergestellt werden. Krankheiten und Gesundheitsstörungen werden zudem ganzheitlich und langfristig behandelt. Der Beruf des Heilpraktikers ist mittlerweile renommiert und akzeptiert – doch gibt es immer noch Skepsis und Vorbehalte. Im folgenden Artikel wird das Berufsbild des Heilpraktikers vorgestellt, welche Voraussetzungen es für diese Berufswahl gibt, die Ausbildung, die Kosten und die spätere mögliche Karriere.

Heilpraktiker werden – Historie des Heilpraktiker-Berufes

Die Heilkunde mit Mitteln die uns die Natur bietet gibt es, seit es Menschen gibt. Licht, Farben und Pflanzen werden seit der Steinzeit zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Bis heute verfeinerten sich die Methoden und es kamen immer mehr ganzheitliche Ansätze hinzu. In Deutschland schlossen sich 1928 die Heilpraktiker zu einem Verband zusammen. Seit 1936 ist der Heilpraktiker Beruf als freier Beruf anerkannt. Heute zählen wir In Deutschland ca. 40.000 staatlich anerkannte Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker.

Heilpraktiker werden – was tun Heilpraktiker?

Sie sehen den Patienten ganzheitlich. Also Körper Geist, Seele, Umwelteinflüsse etc., werden als wichtige Bausteine der Gesundheit gesehen. Mit großer Verantwortung dem Patienten gegenüber wird aus dieser Ganzheitlichkeit eine Therapie entwickelt. Heilpraktiker dürfen psychische und physische Leiden diagnostizieren und entsprechende Therapien durchführen, sowohl aus der Schulmedizin, als auch der Naturheilkunde. Ein paar der bekanntesten Therapien sind:
Autogenes Training, Akupunktur, Atemtherapie, Chiropraktik, Homöopathie, Hypnose, Massagen und vor allem die heute bekannteste Therapieform: TCM – Traditionelle Chinesische Medizin. Heilpraktiker sind nicht approbiert wie Ärzte oder Therapeuten. Sie dürfen keine verschreibungspflichtigen Medikamente oder Betäubungsmittel verordnen, keine Strahlentherapie oder Geburtshilfe durchführen.

Heilpraktiker werden – die Ausbildung zum Heilpraktiker

Für diesen Beruf gibt es keine gesetzliche Regelausbildung. Man braucht die Heilpraktiker-Erlaubnis. Sie wird nach einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ausgestellt. Es gibt eine Vollzulassung für Naturheilkunde und Psychotherapie. Um sich Heilpraktiker nennen zu dürfen und auch zu praktizieren, benötigen Heilpraktiker eine staatliche Zulassung. Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:

  • die Bestätigung der gesundheitlichen und geistigen Eignung für die Berufsausbildung als Heilpraktiker mit einem ärztlichen Attest.
  • Alter: mindestens 25 Jahre
  • mindestens einen Hauptschulabschluss
  • sittliche Zuverlässigkeit (Polizeiliches Führungszeugnis)

Heilpraktiker werden – die Prüfung beim Gesundheitsamt

Der Amtsarzt und eine Prüfungskommission führen die Prüfung durch. Vorausgesetzt wird ein umfangreiches Wissen über den Körper und Geist, Gesundheit und Krankheit. Die Prüfung ist umfangreich und besteht aus folgenden Wissensgebieten:

  • Allgemeine Krankheitslehre
  • das Lesen von Laborwerten
  • die genaue Kenntnis von diagnostischen und therapeutischen Naturheilkunde-Maßnahmen
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • die Behandlung akuter Notfälle
  • Injektion, Blutabnahme
  • Klinische Befunderhebung
  • Menschliche Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie (wie der Körper unter den krankhaften Veränderungen abweichend funktioniert und welche Funktionsmechanismen zu der krankhaften Veränderung führen).
  • Pathologie(Diagnose von krankhaften Vorgängen und Zuständen), Psychopathologie (Die Lehre von den psychischen Erkrankungen)
  • Praxishygiene, Desinfektion, Sterilisation.
  • Heilpraktiker werden – welche Heilpraktiker-Schule ist empfehlenswert?

    Heilpraktiker Schulen gibt es viele aber die Qualität ist unterschiedlich. Große renommierte Schulen mit Präsenzunterricht und auch Heilpraktiker-Berufsverbände bieten Fachausbildungen an. Natürlich sind ein Bestandteil auch die Fortbildungen. Bei Ihrer Wahl stellen Sie sich folgende Fragen:

    • Ist Ihre Bildungsanstalt für Sie und Ihre Bedürfnisse die richtige?
    • Werden kostenfreie Probeunterrichte angeboten?
    • Ist eine Kündigungsfrist gegeben?
    • Kommen Sie mit Dozenten und Unterricht zurecht?
    • Werden genügend praxisbezogene Inhalte vermittelt?
    • Sind die Unterrichtsstunden hilfreich in der Bearbeitung wichtiger Aspekte?
    • Werden Fachausbildungen und Spezialisierungen angeboten?
    • Wird über die Prüfungen und die berufliche Zukunft gesprochen (z.B. eine eigene
      Praxis)?
    • Gibt es Erfahrungsberichte?

    Heilpraktiker werden – die Heilpraktiker-Ausbildung.

    Für die Ausbildung zum Heilpraktiker gibt es zwei Gruppen: Zum Einen die ohne medizinische Vorkenntnisse und diejenigen mit medizinisch-therapeutischen Assistenzberufen, Arzthelferinnen, Krankenpfleger MTA, Rettungssanitäter und Masseure die sich weiterqualifizieren möchten. Die Ausbildung dauert in der Regel 24 Monate bis zu 3 Jahren. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Ausbildung. Präsenzunterricht in verschiedenen Varianten, oder ein Fernstudium. Eine berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildung oft Abends und an Wochenenden; aber auch Intensivkurse für Anwärter mit medizinischer Vorbildung.

    Die Ausbildung zum Heilpraktiker kostet Geld. Das Fernstudium in der Regel zwischen 2.400 – 3.800 €. Bei einer Heilpraktikerschule mit Präsenzpflicht weit mehr. Die Kosten trägt in der Regel jeder Teilnehmer selber. Aber es gibt die Möglichkeit von Förderungen durch die Bundesagentur für Arbeit (durch einen Bildungsgutschein, wenn man den Sachbearbeiter davon überzeugt hat), die Berufsgenossenschaft und die Deutsche Rentenversicherung. Voraussetzung: die Ausbildung erfolgt an qualifizierten und dafür zugelassenen Schulen. Viele Heilpraktiker-Schulen gewähren auch Rabatte! (Frühbucherrabatt) Ebenfalls kann eine Förderung durch den jeweiligen Arbeitgeber erfolgen. Eine weitere interessante Möglichkeit ist sicher das Absetzen der Berufsausbildung als Werbekosten. Hier braucht man keinen Steuerberater – jede Info-Servicestelle des zuständigen Finanzamtes kann darüber Auskunft geben, ob und welche Voraussetzungen es dafür gibt. Noch eine Möglichkeit ist der Bildungskredit. Das ist ähnlich wie das BAföG für Studenten. Bis zu 300 € monatlich können hier gewährt werden die anschließend zurückgezahlt werden müssen, aber die Konditionen dafür sind sehr moderat. Menschen mit Behinderung oder die, die länger krank waren, können einen „Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ bei der Bundesagentur für Arbeit stellen. Die Chancen dafür sind gut. Es gibt auch Förderungen für Weiterbildungen durch die Bundesländer. Nachfragen lohnt sich immer!

    Heilpraktiker werden – die Heilpraktiker Prüfung

    Im März und Oktober finden Deutschlandweit diese Prüfungen statt. Sie bestehen aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Erst erfolgt die schriftliche zweistündige Prüfung. Von 60 Fragen (Multiple Choice) müssen mindesten 45 Fragen richtig beantwortet werden. 1-3 Monate später ist die mündliche Prüfung (ca. 1 Stunde). Diese kann – wenn erforderlich – so oft wie nötig wiederholt werden. Kosten: zwischen 300 und 600 €.

    Heilpraktiker werden – Karriere und Verdienstmöglichkeit

    Die diesbezüglichen Möglichkeiten hängen von einigen Faktoren, wie einer Spezialisierung, dem Gebiet und der Abrechnung ab. Da das Interesse an alternativen Heilungsmethoden ständig wächst und die Zuzahlungen bei medizinischen Therapien immer weiter steigen, suchen viele Betroffene alternative Methoden. Auch die intensive individuelle Betreuung ohne Zeitdruck spielt mittlerweile eine große Rolle. Es gibt das Angestellten-Verhältnis, aber auch die eigene Praxis die viel kostengünstiger ist als eine Arztpraxis.

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Bildungswerk für therapeutische Berufe

Bildungswerk für therapeutische Berufe

Das Bildungswerk für therapeutische Berufe ist ein spezialisierter Anbieter, der vor allem Kurse, Studien und Lehrgänge rund um die Fachgebiete Gesundheit und Therapie anbietet. Mit seinem Heilpraktiker-Kurs, den Fortbildungen rund um die Psychotherapie und den Angeboten der Humanmedizin gehört man zu den bekanntesten Anbietern für Fernkurse in Deutschland, die sich mit der Gesundheit beschäftigen.

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Institut für Lernsysteme‎

Institut für Lernsysteme‎

Bei der ILS handelt es sich um einen der größten und bekanntesten Anbieter für Fernstudien und Kurse in Deutschland. Mit über 200 Kursen hat sie einiges anzubieten. Neben dem Immobilienmakler werden Kurse wie der Heilpraktiker, der Mechatroniker oder verschiedene Studien angeboten. An ihrem Standort in Hamburg bieten die Institute für Lernsysteme zudem ein modernes Zentrum für Seminare.

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Studiengemeinschaft Darmstadt

Studiengemeinschaft Darmstadt

Als ältester deutscher Anbieter für Fernstudien hat die Studiengemeinschaft Darmstadt SGD einen sehr guten Ruf in Deutschland. Das umfassende Portfolio, der Fokus auf Studien neben der Berufstätigkeit und ein moderner Online-Campus sprechen bei dem Angebot für sich. Die Studiengemeinschaft bietet dabei so klassische Kurse wie Heilpraktiker, Immobilienmanagement oder Mechatronik an. Darüber hinaus ist das Portfolio allerdings mit modernen Kursen jeder Art gefüllt.

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Fernakademie für Erwachsenenbildung

Fernakademie für Erwachsenenbildung

Die Fernakademie für Erwachsenenbildung der Klett-Gruppe ist ein innovativer Dienstleister für Fernstudien und für staatlich zertifizierte Abschlüsse. Wirtschaft und Management stehen ebenso im Fokus wie technische oder gesundheitliche Berufe, wie zum Beispiel der Lehrgang zum Heilpraktiker. Auch in den Bereichen IT und Technik hat es in den letzten Jahren viele neue Kurse gegeben, die jedes Jahr Studenten und Kursteilnehmern zu neuen Qualifikationen verhelfen.

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Hamburger Akademie

Hamburger Akademie

Mit der Hamburger Akademie für Fernstudien hat man einen verlässlichen Anbieter, der vor allem für seine über 200 Kurse und das gute Tutoring-Programm bekannt ist. SmartLearn ist das Lernkonzept der HAF, hier erfahren Sie, wie Sie Ihre persönlichen Stärken im Fernstudium am besten einsetzen. Der Heilpraktiker wird hier ebenso angeboten wie andere Berufe aus den Schwerpunkten Wirtschaft, digitale Technik und Gesundheit.

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Impulse e.V.

Impulse e.V.

Bei Impulse handelt es sich um eine Schule für freie Gesundheitsberufe. Über die Schule hinaus ist sie zum Beispiel für ihren qualifizierten Lehrgang zum Heilpraktiker oder Tierheilpraktiker bekannt. Der Fokus liegt hier nicht nur auf dem Studenten. Besonders punktet die Kurse durch faire und transparente Studiengebühren, die es auch Menschen mit weniger Kapital ermöglichen, ein Fernstudium zu beginnen. Außerdem verfügt der Anbieter über eine sehr große Auswahl an verschiedenen Kursen und Angeboten.

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